Bewegung macht schlau

Wissenschaftliche Studien belegen: Ausgesuchte Bewegungsübungen fördern das geistige Potential von Kindern. Komplexe Bewegungsabläufe verbessern den Informationsfluss im Gehirn und erhöhen die Konzentrationsfähigkeit. Neuer Lernstoff kann leichter und schneller verarbeitet werden.

Bewegung macht schlauDurch Bewegung werden nicht nur die Muskeln, sondern auch das Gehirn besser durchblutet. Außerdem unterstützt Bewegung das Gehirn dabei, neue Verknüpfungen zu bilden, über die unsere Denkprozesse ablaufen und die neuronalen Netze werden verstärkt. Dies umso mehr, je komplexer die Bewegungsabläufe sind. Dadurch steigt die Konzentrations- und Lernfähigkeit. Mit einem regelmäßigen Fitnessprogramm lassen sich somit auch die Schulnoten verbessern.

Und ein weiterer positiver Effekt von Fitnessprogrammen ist, dass Bewegung Stresshormone abbaut und Glückshormone ausschüttet. Und das ist gerade für Kinder und Jugendliche nach einem langen Schultag wichtig.

Studien belegen, dass bei sogenannten „Bewegten Schulen“ die Einstellung der Schüler/innen zur Schule positiver und die Leistungsbereitschaft höher ist. Festgestellt wurde ferner, dass Informationen nicht nur über die Sinne, sondern auch über Bewegung wahrgenommen werden. Insbesondere im frühen Kindesalter funktioniert Lernen über Bewegung. Zudem sind Kinder und Jugendliche, die regelmäßig Sport und Fitness treiben selbstbewusster und weisen eine bessere soziale Kompetenz auf.

Der Bedarf an täglicher Bewegungszeit von Kindern liegt laut den Experten bei drei bis vier Stunden, davon etwa eine Stunde intensiv. Die WHO empfiehlt als Richtwert in ihren „Activity Guidelines“ mindestens eine Stunde pro Tag und das fünfmal in der Woche eine moderate bis starke Bewegungsaktivität bei Kindern und Jugendlichen. Dieser Richtwert wird in Deutschland deutlich unterschritten. Zu beachten: Wertvoll ist nur gleichmäßige Aktivität im aeroben Bereich.